Was ist Umra?

Haj Foto3

Das Wort Umrah selbst bedeutet auf Arabisch Besuch. Die Umrah Islamisch bedeute, dass man allahs Haus besucht und dort Tauaf machen, es kann in Gegensatz zur Haj jederzeit im Jahr durchgeführt werden.

Die Säulen der Umrah

  • Ihraam (Absichts-) Zustand        (Al- Ihraam)
  • Siebenmaliges Umrunden der Ka’bah (Al-Tawwaaf)
  • Siebenmal zwischen den Bergen Marwah und Safa schreiten

Diese hier angeführten Säulen müssen für eine gültige Umrah, vollständig erfüllt werden.

Die Umrah einer Person ist so lange unvollständig bzw. ungültig, bis sie alle der jeweiligen Säulen tatsächlich erfüllt hat. Die Nichterfüllung einer Säule kann nicht durch ein Sühneopfer kompensiert werden.

Wie für alle Taten, von denen wir hoffen, daß sie von Allah angenommen werden, um uns im Jenseits zu nutzen, so gilt es auch für den Hajj und die 'Umrah, die drei Voraussetzungen für die Annahme Allahs der guten Taten des Muslim zu erfüllen.

Die Voraussetzung der Umrah:

1-      Al Ikhlaas, die Aufrichtigkeit (Die Reinheit der Absicht): man sagt Labik Allahumma Umra, oder Labik Umra

"Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als Allah zu dienen, Ihm allein und aufricht die Religion widmend."          

              وَمَا أُمِرُوا إِلاَّ لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخلِصِينَ لَهُ الدِّين

2-Die Liebe zu Allah: ist eine wichtige Voraussetzung zur angenommene Ibada bei Allah

 

3-  Al Mutaaba'ah (Die Befolgung):

"Und was immer der Gesandte euch gibt, so nehmt es, und was immer er euch untersagt, dessen enthaltet euch. Und fürchtet Allah. Gewiß, Allah ist streng im Strafen."

  وَمَا آتَاكُمُ الرَّسُولُ فَخُذُوهُ وَمَا نَهَاكُمْ عَنْهُ فَانْتَهُوا ۚ وَاتَّقُوا اللَّهَ ۖ إِنَّ اللَّهَ شَدِيدُ الْعِقَابِ

 

Verbote des Ihraamzustandes:

  • ·Bedecken des Kopfes (Männer)
  • ·Kürzen oder Entfernen von Kopf od. Körperhaaren, Finger und Fußnägel
  • ·Geschlechtsverkehr
  • ·Männer: Tragen von genähter Kleidung
  • ·Pflanzen bei Al-Haram verletzen od. abreißen.

 

Wie wird eine Umrah durchgeführt ?

hadsch umra Ritual

 

Wenn ein Pilgerer für die 'Umrah (kleine Pilgerfahrt) rituell rein sein möchte, soll er sich seiner Kleidung entledigen und die Ganzkörperwaschung durchführen, wenn dazu die Möglichkeit besteht und er dies möchte. Er soll seinen Kopf und seinen Bart mit dem besten Öl parfümieren, das er bekommen kann.

Die Waschung durchzuführen ist sowohl für Männer als auch für Frauen Sunnah (erwünscht). Dies gilt auch für Frauen während ihrer Periode und für Wöchnerinnen.

 Nach der Waschung und der Vorbereitung betet der Pilger seine Pflichtgebete wenn dafür die Zeit gekommen ist, wobei die Frauen von der Pflicht des Betens - wie üblich in den o. g.  Zuständen - befreit sind. Wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Pflichtgebete anstehen, fasst er seine Absicht für die 'Umrah beim Beten von zwei freiwilligen Gebetseinheiten, die üblicherweise gebetet werden, wenn man Wudu' verrichtet hat. (Dies ist hier eine freiwillige Tat, der Scheich meint hier mit überlicherweise, das man das machen sollte.)


Nachdem er das Gebet beendet hat, soll er sagen: „Hier bin ich, für 'Umrah, hier bin ich, Oh Allah, hier bin ich. Du hast keinen Partner. Hier bin ich. Sicherlich, alles Lob, alle Huld und die Oberherrschaft ist Dein und Du hast keinen Partner.“ (Talbiyah)


Ein Mann erhebt dafür seine Stimme und eine Frau sagt es auf die Weise, dass nur jemand, der direkt neben ihr stehen würde, sie hören könnte.

Ein Mensch im Zustand des Ihram sollte den Talbiyah so oft wie möglich sagen, besonders wenn sich die (Tages-)Zeit oder sein Aufenthaltsort ändern, beispielsweise beim Ein- und Aussteigen während der Reise oder während der Abend- und Morgendämmerung. Er sollte ebenfalls Allah um sein Wohlgefallen und um das Paradies bitten sowie seine Zuflucht in der Gnade von Allah vor dem Höllenfeuer suchen.

Man soll den Talbiyah während der 'Umrah (so oft wie möglich) wiederholen, beginnend bei dem Zeitpunkt an dem man sich mit dem Ihram bekleidet, bis man den Tawaf beginnt. Während der Hadsch soll man ihn sagen von der Zeit an der man sich mit dem Ihram bekleidet, bis zu Beginn der Steinigung von Jamrat Al-Aqabah am Tage des Iid.


Wenn ein Pilgerer die heilige Mosche betritt, tut er dies mit dem rechten Fuß zuerst und sagt dabei: „Im Namen Allahs, es mögen Segen und Friede auf dem Gesandten Allahs sein. Oh Allah, vergib mir meine Sünden und öffne mir die Türen zu Deiner Gnade. Ich nehme meine Zuflucht vor dem verfluchten Satan bei Allah, dem Allmächtigen, seinem herrlichen Angesicht und seiner ewigen Herrschaft.“

Er geht zum schwarzen Stein, berührt ihn mit seiner rechten Hand und küsst ihn. Wenn dies nicht möglich ist, wendet er sich ihm zu, schaut ihn an und zeigt darauf.


Das Beste ist, niemanden zu schubsen oder zu schieben, damit man niemandem schadet und auch selbst nicht zu Schaden kommt.


Wenn er die Möglichkeit bekommt, den Stein zu berühren, soll der Pilger folgendes sagen: „Im Namen Allahs, Allah ist der Größte. Oh Allah, mit dem Glauben an Dich und an Dein Buch, Loyalität zu Dir und der Einhaltung des Weges Deines Propheten Muhammad (sallallahu aleihi we sellem).“

Der Pilgerer muss in Bewegung bleiben, also weitergehen, die Kaba immer auf seiner linken Seite haltend. Wenn er den Ar-Rukn Al-Yamani (die Ecke, die nach Yemen zeigt) erreicht, soll er sie berühren, aber nicht küssen, und dabei sagen: „Oh Herr, gewähre uns Gutes in diesem Leben und Gutes im Jenseits und bewahre uns vor der Bestrafung im Höllenfeuer. Oh Allah, ich bitte Dich um Vergebung und Gesundheit in diesem Leben und im Jenseits.“Jedes mal, wenn er den schwarzen Stein passiert, soll er „Allah ist der Größte“ sagen.

Für den Rest seines Tawaf  kann er sagen, was ihm an Bittgebeten am passendsten erscheint oder ihm wichtig ist, dabei soll er natürlich Allah erwähnen und den Quran rezitieren. Der Grund dafür ist, dass Tawaf, Sa'i und die Steinigung des Jamarah dazu da sind, Allahs zu gedenken.


Während des Tawaf ist es für einen Mann nötig, die beiden folgenden Dinge zu tun:

 Al-Idhteba' von  Beginn des Tawaf bis zum Ende. Al-ldhteba' bedeutet, die Mitte des Rida' (der obere Teil der Ihramkleidung) unter seinem rechten Arm zu platzieren und die beiden Enden über seine linke Schulter zu legen.

Nach Beenden des Tawaf mag man seinen Rida' wieder in gewohnter Weise tragen, denn die Zeit für Al-Idhteba' ist nur während des Tawaf.


Al-Ramal während der ersten drei Umrundungen. Al-Ramal bedeutet, die Kaba mit kleinen, schnelleren Schritten zu umrunden. Die letzten vier Runden soll der Pilger dann in normaler Geschwindigkeit und Schrittlänge durchführen.


Nach dem er die sieben Umrundungen des Tawaf durchgeführt hat, begibt er sich zur „Maqamu Ibrahim“ (der Platz von Ibrahim) und rezitiert:


 „...nehmt denn die Stätte, auf der Abraham einst stand, als eure Gebetsstätte.“

(2:125)

Dort betet er - so nah wie möglich aber dennoch ohne Unannehmlichkeiten zu provozieren - hinter der Platz zwei kurze Reka,. Während der ersten Reka rezitiert er Surah Al-Kafirun (109) und während der zweiten Surah Al-Ichlaas (112).

Nach dem er die zwei Reka beendet hat, soll er – wenn möglich  - zu dem schwarzen Stein zurückkehren und ihn berühren. Er geht daraufhin hinaus zu Mas'a (die Strecke zwischen Safa und Marwa) und wenn er sich (dem Hügel) Safa nähert, so rezitiert er:

„(Darum) siehe, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den von Allah errichteten Symbolen;....“ (Edler Qur'an 2:158)

Er besteigt Safa, bis er in der Lage ist, die Kaba zu sehen. Der Kaba zugewandt und mit erhobenen Händen, preist er Allah und macht Bittgebete seiner Wahl.

Der Prophet (sallallahu aleihi we sellem) betete Folgendes: „Es gibt keine Gottheit außer Allah allein.“ Er sagte dies dreimal, jeweils mit Bittgebeten dazwischen.

Der Pilgerer verlässt den Hügel Safa und begibt sich mit normaler Geschwindigkeit auf den Weg zum Hügel Marwa bis er die grüne Markierung erreicht. Von dort bis zu der nächsten grünen Markierung soll er schneller gehen. Den Rest des Weges nach Marwa geht er wieder in normalen Schritten. Dort angelangt, besteigt er den Hügel, wendet sich in Richtung der Kaba, hebt seine Hände und wiederholt, was er auf Safa gesagt hat. Nun steigt der Pilgerer von Marwa wieder hinab und geht zurück zum Hügel Safa, sicherstellend, dass er – wie auf dem Hinweg - bei den vorgesehen Abschnitten die richtige Geschwindigkeit einhält. 


Die Prozedur wiederholt er so oft, bis er sie siebenmal durchgeführt hat. Dabei zählt jeweils die einfache Strecke, nicht das Hin und zurück als einmal, sprich: wenn man vom Safa zum Marwa geht, ist dies eine „Runde“ und der Rückweg eine weitere.

Während der Sa'i kann der Pilgerer rezitieren was ihm beliebt, seien es Bittgebete, Abschnitte aus dem Quran oder auch Allahs zu gedenken.

Um die Sa'i zu vervollständigen, rasiert der Pilgerer seinen Kopf. Die Frau schneidet ihr Haar um die Länge einer Fingerspitze ab.

Das Rasieren ist zu bevorzugen, außer wenn die Zeit für die Hadsch nahe ist und nicht ausreichend Zeit dazwischen liegt, um die Haare wieder wachsen zu lassen. In diesem Falle ist es besser, die Haare nur zu schneiden, damit noch Haare da sind, die währen der Hadsch rasiert werden können.Damit nun ist die 'Umrah vollständig und dem Pilgerer steht es frei, andere Kleidung zu tragen, sich zu parfümieren und seinen ehelichen Pflichten im Ehebett nachzugehen.